Indonesien Kombireisen

Java

Die Längsachse der Insel wird von zahlreichen Vulkanen gebildet, die trotz ihrer bisweilen zerstörerischen Kraft auch ein Segen für Java sind: Ihnen ist die beinahe schon legendäre Fruchtbarkeit des Bodens zu verdanken. Von oben betrachtet erscheinen die vulkanischen Hänge wie ein Patchwork aus Grüntönen.

Java ist im Übrigen der Schmelztiegel der Nation, in dem seit altersher malaiische, indische, muslimische, chinesische und europäische Einflüsse zusammentreffen. Hier findet man nicht nur die wichtigsten historischen und kulturellen Kernräume des Landes, sondern auch die politischen und wirtschaftlichen Zentren. Java ist heute eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Auf einem Gebiet von 132 000 km², also gerade einmal der doppelten Größe von Bayern, konzentrieren sich rund 145 Mio. Menschen. In den Städten verdichten sich auch die extremen sozialen Gegensätze: auf der einen Seite der tägliche Kampf ums Überleben, auf der anderen eine immens reiche Oberschicht, die ihren Wohlstand ungeniert zur Schau stellt. Jakarta ist reizvoll und natürlich eine Reise wert.

Westjava

Javas Westen, nach seinen Bewohnern auch Tanah Sunda – ‚Land der Sudanesen‘ – genannt, bietet neben Städten wie Bogor und Bandung, die mit einer Mischung aus asiatischer Beschaulichkeit und Kolonialflair bezaubern, herrliche Landschaften. An der Südküste bilden Land und Meer eine unnachahmliche Harmonie und im Preanger-Hochland kontrastieren Teeplantagen mit surrealen Vulkanlandschaften.

Für viele Indonesienreisende ist der nordwestliche Teil von Java lediglich eine Durchgangsstation auf dem Weg von Jakarta nach Sumatra. Besonders Einheimische sowie in Jakarta lebende Ausländer dagegen schätzen die herrlichen Sandstrände als Naherholungsgebiete. Von Jakartas Busterminal Kalideres fahren regelmäßig klimatisierte Busse an die Westküste. Zwischen den einzelnen Orten pendeln Bemos.

Yogakarta und Umgebung

Ein Bummel durch Yogakarta versetzt Besucher in eine Epoche, in der sich der märchenhafte Zauber des Fernen Ostens erhalten hat. Vor den Toren der alten Sultansstadt liegen die beiden bedeutendsten Tempelkomplexe von Zentraljava, der Borobudur und der Orambanan. Und auch im historischen Viertel der Sultansstadt Surakarta sind die Spuren einer bewegten Vergangenheit allgegenwärtig.

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Ostjava

Der touristische noch weitgehend unerschlossene Osten Javas bietet besonders Individualreisenden eine Fülle an Entdeckungen. Neben bedeutenden Tempeln wie dem Candi Panataran gehören beinahe surreal wirkende Vulkanlandschaften, abgeschiedene Traumstrände und unberührte Naturschutzgebiete zu den Highlights. Nicht zu vergessen die sympathische Stadt Malang, die mit kolonialem Charme besticht.

Surabaya mag die politische Hauptstadt und das ökonomische Zentrum von Ostjava sein, im kulturellen Kernland der Provinz jedoch dominiert Malang. Mit dem Regierungssitz der Singhasari-Dynastie befand sich hier ein Dreivierteljahrhundert lang der Macht- und Kulturmittelpunkt von Indonesien.

Nordküste zwischen Jakarta und Surabaya

Zwar haben die Tiefländer der Nordküste landschaftlich weniger zu bieten als das javanische Binnenland, doch lassen sich Abstecher in das oft von spektakulären Vulkanmassiven geprägte Landesinnere unternehmen. Kulturell Interssierte zieht es in die alte Sultansstadt Cirebon, in das chinesisch geprägte Semarang und zu den Tempeln auf dem Dieng-Plateau.

Bali

Sehenswert

Reisterrassen bei Jatiluwih: Landschaftsarchitektur an Steilhängen – seit Jahrhunderten schaffen die Bauern kunstvolle Terrassen für den Reisanbau.

Pura Tanah Lot: Das Kleinod ist mehr als ein Tempel auf einem Felsen im Meer – ein Vorposten gegen die gefürchteten Mächte der Unterwelt, die im Meer hausen.

Ubud: Balinesische Kultur hochkonzentriert – Heiligtümer aus der balinesischen Frühgeschichte, kulturelle Events und eine immense Palette an Kunst und Kunsthandwerk. Naturfans sind begeistert von der schönen Reisfeldlandschaft.

Pura Besakih: An den südwestlichen Ausläufern des heiligen Gunung Agung liegt der Pura Besakih, als Muttertempel aller Tempel auf Bali das Zentrum des religiösen Lebens auf der Insel.

Schöne Routen

Zu Meeres- und Bergtempeln: Der Ausflug von Denpasar oder von einem der südbalinesischen Badeorte in den Südwesten der Insel führt zu drei der bedeutendsten Tempel von Bali, dem Nationaldenkmal Margarana, ins Weberdorf Blayu, zum Affenwald von Sangeh und ins Dorf Jatiluwih mit seinem grandiosen Panorama der Reisterrassen.

Vom Pura Besakih nach Amlapura: Eine schmale Landstraße führt von Rendang südwestlich des Pura Besakih abseits der Touristenströme durch Terrassenfelder und schöne Täler an den südlichen Ausläufern des Gunung Agung entlang nach Amlapura mit seinem prächtigen Fürstenpalast.

Tipps

Bali Museum: Das weitläufige Kunst- und Völkerkundemuseum in Denpasar ist ein Muss; es dokumentiert anschaulich die Entwicklung balinesischer Kultur.
Kreativ in Ubud: Wer Zeit hat, kann in Ubud neben Koch- auch Mal-, Holzschnitt-, Batik- oder Silberschmiedekurse belegen.
Desa Tradisional Penglipuran: Das Musterdorf nördlich von Bangli verdeutlicht das traditionelle Anlageschema balinesischer Dörfer.

Nusa Tenggara

Nusa Tenggara heißt die Inselkette, die rund 550 Eilande umfasst und sich in einem Bogen von Lombok bis zu den Südmolukken erstreckt. Bekannter ist dieser Archipel unter der Bezeichnung Kleine Sundainseln, zu denen während der holländischen Kolonialzeit auch Bali gezählt wurde. Ähnelt Lombok, zumindest im Westen, landschaftlich Bali, so erinnern, je weiter man nach Osten reist, Landschaft und Fauna eher an Australien und bekräftigen somit die Theorie, nach der die Inseln von Nusa Tenggara vor der letzten Eiszeit zum australischen Kontinent gehörten.

Lombok und Sumbawa zählen mit ihrer überwiegend muslimischen Bevölkerung jungmalaiischer Abstammung noch zum Bereich der javanischen Hochkultur. Im Ostteil des Archipels leben Melanesiden, die jedoch von den Zuwanderern von den Küsten in abgelegene oder gebirgige Gebiete abgedrängt wurden.

Sumba und Westtimor

Die Insel Sumba liegt gerade einmal eine Flugstunde von Bali entfernt und doch ist das Leben hier in vielen Dörfern noch so archaisch wie in der Steinzeit. Besucher fasziniert und befremdet Sumba zugleich, dessen Bewohner noch fest in animistischen Glaubensvorstellungen verwurzelt sind. Völlig abseits der üblichen Reisewege liegt die politisch geteilte Insel Timor.

Sumatra

Seit jeher verbindet sich mit dem Klang des Namens Sumatra die Verheißung von Exotik. Einst bildete die zweitgrößte Insel Indonesiens auch eine gut 473 000 km² große Bühne für Naturschauspiele. Für die Indonesier heute ist Sumatra in erste Linie ein Gebiet schier unerschöpflicher Rohstoffe, und mit Ausnahme höherer Lagen im gebirgigen Westen präsentieren sich weite Landstriche heute als reine Plantagenlandschaften.

Von den Regenwäldern der Tiefebenen, einst Lebensraum für Orang-Utans, Sumatra-Elefanten, zweihörnige Sumatra, Tapire und Königstiger, haben Holzeinschlag und Brandrodung kaum etwas übrig gelassen. Allein in zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Schutzgebiete wie dem Gunung-Leuser-Nationalpark oder dem Kerinic-Seblat-Nationalpark haben vom Aussterben bedrohte Tierarten Rückzugsgebiete gefunden. Beide Parks liegen im fast unzugänglichen Bukit-Barisan-Gebirge.

Kalimantan

Mit 736 000 km² ist Borneo die drittgrößte Insel der Welt. Drei Staaten teilen sich die Rieseninsel, durch die genau in der Mitte der Äquator verläuft, wobei die politische Trennung keine Rücksicht auf geografische oder ethnische Gegebenheiten nimmt. Sabah und Sarawak, zwei Gliedstaaten der Förderation Malaysia, nehmen das nordwestliche Viertel ein. Dazwischen liegt das Sultanat Brunei, im Jahr 1983 aus dem britischen Protektoratsstatus in die Unhabhängigkeit entlassen.

Sulawesi

Wie eine vierarmige Krake liegt Sulawesi zwischen Borneo und den Molukken. Die viertgrößte Insel des Archipels ist auch unter dem aus portugiesischer Zeit stammenden Namen Celebes bekannt. Offenbar waren die Portugiesen, die im 16. Jahrhundert als erste Europäer die Küsten von Sulawesi erreichten, in Scharmützel mit den Piraten der Insel verwickelt gewesen und nannten das Eiland deshalb Ponto dos Celebres.

Molukken und Westpapua

Die Molukken, die legendären Gewürzinseln, erstrecken sich von den Philippinen bis dicht an die Nordküste Australiens. Die meisten der genau 999 Inseln sind so winzig, dass man sie im Atlas nur mit einer Lupe erkennen kann. Geografischer, politischer und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Provinz Maluku ist die Verwaltungshauptstadt Ambon auf der Insel gleichen Namens. Auf Ambon, Banda, Ternate oder Tidore trifft man gelegentlich nostalgische Holländer älteren Semesters oder Weltenbummler, die sonst schon alles gesehen haben. Alle anderen Inseln der Provinz liegen weit abseits der gängigen Reiseroute.

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